Die Benefizveranstaltung des Fördervereins WIR-IN-WALLE e.V. am 21. und 22. März war ein voller Erfolg!

Von allen Seiten haben wir viel Zuspruch erhalten; stellvertretend geben wir hier einen Artikel von Bürgermeister Oelmann wieder, der schon auf der Homepage der Gemeinde Winsen (Aller) und im Mitteilungsblatt zu lesen war.

Christian Böse
1. Vorsitzender

Chapeau Walle

Es ist schon erstaunlich, was dieser Ortsteil auf die Beine stellt, um die Erweiterung des Dorfgemeinschaftsraumes am Sportheim hinzubekommen. Nahezu jedes Wochenende stehen fleißige Helfer bereit, um die zugesagten Eigenleistungen, die viele Skeptiker noch vor einigen Monaten nicht für möglich gehalten hatten, umzusetzen.

Mittlerweile sind die Zusagen sogar schon übererfüllt, sodass das Budget auch noch für weitere Bauabschnitte ausreicht. Eine wirklich große und beachtenswerte Leistung!

Ebenfalls groß und beachtenswert war auch die Idee von Bernd Ahrens, sich an der Finanzierung der Küche im Dorfgemeinschaftsraum zu beteiligen. Aber der Reihe nach.

Kennen Sie das auch?
Es ist Freitagabend, die Woche war hart und draußen ist es nasskalt. Wo ist dann der schönste Platz? Richtig, auf dem eigenen Sofa.

So ging es mir am 21. März auch, doch ich hatte zugesagt, dass ich an diesem Abend nach Walle kommen und mir die Aufführung des Ein-Personen-Stückes „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind mit Bernd Ahrens in der Rolle des Kontrabassspielers anschauen würde. Schließlich war es eine Benefizveranstaltung für die Finanzierung der Küche. Mehr aus der Verpflichtung heraus mein Wort gegeben zu haben, machte ich mich also auf den Weg nach Walle, wo ich bereits eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn in einem vollbesetzen Dorfgemeinschaftshaus von eifrigen Frauen und Männern mit Willkommensdrink und Canapes begrüßt wurde.

Anscheinend hatte hier das halbe Dorf den ganzen Tag Vorbereitungen getroffen, um seine Gäste zuvorkommend zu begrüßen. Ein toller Einstand, der aber noch überboten wurde durch das, was dann folgte.

In geradezu professioneller Art und Weise (das Wort „Laienschauspieler“ wäre hier völlig fehl am Platz) unterhielt und begeisterte Bernd Ahrens sein Publikum. Er sinnierte, philosophierte, fluchte, soff und spielte sich durch das Stück, dass es eine wahre Freude war, ihm dabei zuzusehen. Nie hätte ich gedacht, dass diese Leistung auf der im Vergleich zu großen Theatern spartanischen Bühne möglich sei. Nach eineinviertel Stunden One-Man-Show erhielt der Waller Bernd Ahrens den verdienten Applaus der ca. 200 Gäste, die ihn frenetisch feierten. Meine Hochachtung vor dieser Leistung!

Einmal mehr bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass immer dann, wenn man es nicht erwartet, die Überraschung und der Spaß am größten sind. Das kulturelle Angebot, das wir mittlerweile in unserer Gemeinde vorfinden, verdient es, von uns allen beachtet zu werden.

Ich kann Sie nur auffordern und bitten, die Veranstaltungen im Cafe nebenan, im Grooden Hus, des Winser Amateurtheaters, der Scheunenrevue und vieler einzelner Künstler (wie eben Bernd Ahrens) oder Gruppen zu besuchen, denn es sind wahre Perlen darunter. Leider wird man sich dessen oft erst bewusst, wenn sie nicht mehr da sind. Daher sollten wir uns alle ab und zu vom gemütlichen Sofa bewegen, um die Künstler vor Ort oder die, die Kunst in unsere Gemeinde holen, zu unterstützen.

Bernd Ahrens und der Waller Dorfgemeinschaft sei an dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank für einen tollen Abend gesagt.        

Dirk Oelmann 
Bürgermeister

 


 

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