„Karl-Heinz Tanke der zuverlässige Sportschütze“ (Tanke) neuer König

Waller Majestät setzte sich gegen 67 Mitstreiter durch

 

 

Nun ist auch in Walle ein neuer König an die Macht gekommen. „Karl-Heinz der zuverlässige Sportschütze“ (Tanke) konnte sich gegen 67 Mitbewerber behaupten, obwohl es manchmal kritisch wurde; denn acht seiner Mitstreiter hatten ebenfalls je 30 Ring auf die Scheibe gebracht. Der neue Regent ist zwar ein gebürtiger Waller, seit vielen Jahren aber in Winsen an der Aller ansässig. Er wird nun von dort aus die Geschicke des Waller Schützenvolkes in die rechten Bahnen lenken. Da er in der Nähe des Rathauses residiert, setzt man auf ihn große Hoffnungen.

 

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In Walle werden der scheidende König und sein Gefolge an der Festtafel mit allen Ehren verabschiedet, obwohl ein neuer König noch nicht fest steht. In der Zwischenzeit von etwa drei bis vier Stunden besteht somit eine Art Selbstverwaltung.

Weit über 200 Schützen und Gäste begrüßte Vorsitzender Hermann Hemme an der Königstafel, die zunächst von der Harmsbörger Speeldeel mit Hannes Lange und „seinen Kindern“ unterhalten wurden. Sie brachten alle in Schwung und wurden stürmisch gefeiert.

Vorsitzender Hemme freute sich, dass man an diesem Tage auch ein kleines Jubiläum feiern könne. Festwirt Jürgen Lindemann aus Celle habe zum 25. Mal die Festbewirtschaftung übernommen. Er überreichte dem „Jubiläumsfestwirt“ als Dank und zur Erinnerung einen dekorativen Wandschmuck. Lindemann revanchierte sich mit einem Scheck. Eine Fülle von Spenden war auch von Freunden und Gästen eingegangen und wurde vom Vorsitzenden bekannt gegeben.

Bürgermeister Hermann Buchheister (SPD), der zum ersten Mal am Waller Schützenfest teilnahm, überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung der Gemeinde Winsen. Er war nicht wenig erstaunt, wie schön und harmonisch die Waller ihr Schützenfest zu feiern verstehen. Buchheister unterstrich die Bedeutung dieser Feste für die Förderung der Dorfgemeinschaft. Er brachte auch zum Ausdruck, dass der Schießsport die älteste und traditionsreichste Sportart überhaupt sei und über den Sport hinaus einen Integrationsfaktor darstelle.

Der Vertreter des Kreisschützenverbandes, Kreispressewart Kurt Gabel, war von den Ausführungen Buchheisters sehr beeindruckt und sagte, dass er der erste Bürgermeister sei, der das Schützenwesen richtig verstehe und auch richtig beschreiben könne. Das habe er während seiner 38jährigen Tätigkeit im Dienste der Schützen noch nicht erlebt.

Anschließend konnte der Kreispressewart nachstehende Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Deutschen Schützenbund auszeichnen: Für 25jährige Mitgliedschaft überreichte er die Ehrennadel in Silber an Hermann Bartels und an Ewert van Dijk, für 40jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel in Gold an Hermann Bolloff, Walter und Willi Cordes sowie Helmut Thies. Mit der Verdienstnadel des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) in Bronze wurden Erika Boese, Ute Tanke, Werner Fröschke und Manfred Schramm geehrt, die Verdienstnadel in Silber erhielt Eva Tanke. Mit der Verdienstnadel des Kreisschützenverbandes in Silber wurde Karl-Heinz Tanke ausgezeichnet.

Frisch gestärkt und froh gestimmt rüstete man nun zum Abmarsch zum Scheibenstand, wo ohne Umschweife das Königsschießen eröffnet wurde, aus dem Karl-Heinz Tanke als König hervorging. 1. Minister wurde Wilfried Hoppmann, 2. Minister Arno Ortmann, Schwarzer König Fred Pinsch. Damenbeste Ilse Hemme, 2. Damenbeste Ute Tanke und 3. Monica Trüller, Jugendbester Fabian Lücke, Kinderkönig Jan Jeßnitz mit seinen Ministern Jens Lehne und Phillip Gaedke, Kinderkönigin Nicole Lange, Vogelkönigin Ramona Cordes mit ihren Begleiterinnen Anja Hofmann und Kerstin Michna. In Walle findet die Proklamation der Könige und Würdenträger traditionsgemäß am Königshause statt. Da der König aber seinen Wohnsitz in Winsen hat, fand sie an seinem Elternhause statt, wo auch die Scheibe angebracht wurde. Es war trotz des strömenden Regens ein stattlicher Zug, der unter Vorantritt des Spielmannszuges und der Feuerwehrkapelle Wietze zu den Königshäusern unterwegs war. Die Damen hatten sich alle mit einem Schirm bewaffnet, da niemand die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Für König Karl-Heinz und Königin Christa hat nun ein königliches Jahr begonnen mit vielen Aufgaben und schönen Festen.

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